Doménico CV Talarico

Everything Happens Twice

9. – 29. Juni 2017

Vernissage am 09. Juni um 19:00 Uhr

 

Everything Happens Twice ist die zweite  Soloausstellung des dekadenübergreifenden figurativen Künstlers in unserer Galerie.
Talarico, der sich seit jeher für das Zusammenspiel zwischen dem Vergangenen und der Gegenwart interessiert, nutzt als Inspiration seiner Werke alte Fotografien , dessen verschwundene Protagonisten erneut zu Leben erweckt werden. So animiert Talarico den Betrachter über die eigene Vergänglichkeit zu reflektieren und den Platz innerhalb der Geschichte zu hinterfragen.
Die Arbeiten Talaricos sind ein Sammelsurium verschiedener  Momente, Fernaufnahmen und Portraits. Er zieht den Betrachter in figurativ-expressive (Farb-)Welten, verträumte Charaktere werden zu Spiegelbildern eigener Wünsche und Ängste. Seine Bildsprache ist makaber und doch würdevoll.
Doménico CV Talarico zeigt mit >Everthing Happens Twice< seinen neuen Arbeiten auf Leinwand in Acryl-Öl-Mischtechniken.
Die Vernissage findet am 9. Juni um 19Uhr statt. Die Ausstellung ist geöffnet vom 9. Juni bis zum 29. Juni 2017.
Live Act: Nelly Hakkarainen, Tänzerin und Koreografin.
Sie arbeitet als freischaffende Tänzerin, Choreografin und Tanzlehrerin in Berlin, aber auch international gerichtet, zeigte sie ihre Arbeiten in Festivals und Künstlerresidenzen in Finnland, Deutschland, Litauen, USA, Süd-Korea und Portugal.

ALE SENSO - LA FAME

19. Mai – 8. Juni 2017

Vernissage am 19 Mai um 19:00 Uhr

Ale Senso wird von Erzählungen angezogen. Sie saugt sie auf, überarbeitet sie und manchmal verarbeitet sie sie in ihrer Kunst, als symbolische und oneirische Formen, um sie auf diese Weise mit anderen zu teilen. Sie spielt mit Raum und Fläche und deren Besonderheiten und schafft dabei ein sorgfältig studiertes und gleichzeitig spontanes Gleichgewicht. Die gewundenen Linien und die Harmonie der Züge spiegeln die formale Forschung hinter ihren Arbeiten wider. Die Heterogenität der Materialien und Techniken, die Verunreinigung der visuellen Sprache, die besondere Verwendung von Symbolen machen sie zweifellos zu einer eklektischen Künstlerin.
Hauptthema ihrer Arbeit ist das menschliche Wesen und seine Beziehung sowohl zu seinem eigenen Selbst als auch zur Natur.
"Die Lage ist für mich ein entscheidender Faktor: Seit ich mich in verlassenen Orten rumschleiche, hat sich meine Raumwahrnehmung verändert und auch meine Wahrnehmung der städtischen Umwelt wurde dadurch beeinflusst. Es hat mich dazu gebracht, schmutzige, muffige Wände mit abbröckelndem Putz gegenüber den brandneuen, aber kalt aseptischen zu bevorzugen."

Catering Vernissage: Erste Sahne

BAEL - SHE

28. April – 18. Mai 2017

Bael ist ein autodidakter Künstler aus Nordost-England. Seine Arbeit vermittelt eine oft eindringliche, gleichzeitig ästhetische Visualisierung der menschlichen Gestalt, die er mit subtilen Farben und zarten, organischen Linien und Konturen ergänzt.
Nach zahlreichen Solo- und Gruppenausstellungen in Großbritannien hat seine Arbeit ihren Platz in der internationalen Kunstszene sowie eine begeisterte Anhängerschaft gefunden.
Beeinflusst von Künstlern wie Egon Schiele, dem österreichischen Expressionismus, dem Jugendstil und dem japanischen Anime erreichen die Werke von Bael einen visuell wahrhaft einzigartigen und authentischen Stil.
Bael selbst fasst zusammen: "Meine Arbeit besteht darin, menschliche Emotionen und Formen mit einem Sinn für Einfachheit aufzufassen, etwas Komplexes mit so wenigen Worten wie möglich auszudrücken."

Live Act Vernissage: UNO DUO ist ein südtiroler Schlagzeuger und Komponist der Improvisationsmusik.

VAUGHN BENETEAU - BODY MECHANIC

31. März – 27. April 2017

Vaughn Beneteau wurde 1968 in River Canard, Ontario, Kanada geboren. Er studierte Commercial Arts und absolvierte am St. Clair College für Angewandte Kunst und Technologie in Windsor, Ontario, Kanada.
Er ist Autodidakt. Aufgrund einer traumatischen Erkrankung an seinen Beinen und Füßen bestand bereits im jungen Alter eine Verbundenheit zur Kunst, in dem er seine Stimme fand. Er war immer in der Lage, sich durch Farbe oder mit einem Bleistift auszudrücken.
Angetrieben durch sein Bedürfnis, den Kampf und das Überleben der Menschen zu erfahren und zu würdigen, erschafft er – gefiltert durch seine Emotionen – Bilder über das Dasein in der gegenwärtigen Zeit.

"Malerei und Zeichnung ist und wird immer ein Bedürfnis und Quelle der Befreiung in meinem Leben sein."
Beneteau lebt derzeit in Burlington, Ontario, Kanada.

Live Act Vernissage: Dan Peter Sundland ist ein einzigartiger E-Bassist und Komponist, der in den Jazz- und Improvisationsszene in Norwegen und Berlin aktiv ist. Sein Spiel zeichnet sich durch seine ausdrucksstarken, weitreichenden Spieltechniken aus, darunter eine Cello-artige Verbeugung und eine abwechslungsreiche Palette an perkussiven Farben.

YOSMAN BOTERO - MONSTRUALIA

10. –  30. März 2017

Yosman Botero Gómez wurde 1983 in der Stadt Cúcuta in Kolumbien geboren. Er absolvierte im Jahr 2010 als plastischer Künstler an der Universität von Antioquia in Medellín, Kolumbien.
Im Laufe seiner bisherigen künstlerischen Karriere wurde er bereits mit mehreren Auszeichnungen für seine Leistungen geehrt. Zuletzt Art < 35 Sala Parés in Barcelona, Spanien.
Sein Werk entfaltet sich aus verschiedenen Elementen und beinhaltet Zeichnung, Malerei und auch Videoinstallation.
In der Ausstellung Monstrualia werden seine dreidimensionalen Werke auf Glasscheiben gezeigt.
In seiner Malerei konzentriert er sich auf die Reflexion des Raumes. Der Künstler konstruiert holographische Bilder wobei er sich auf die Rolle des Individuums in der Gesellschaft fokussiert. Er malt die getrennten Fragmente eines Bildes in mehreren Schichten, um das Subjekt so zu komponieren, dass es Teile seiner versteckten Identität offenbart.
Durch diese Art der Malerei kreiert er einen illusorischen Effekt der die inneren  Dämonen sichtbar werden lässt. Eine Zeitkapsel, die zeigt, wie die Realität durch den wachsenden Mangel an menschlichen Kontakten verfälscht wird und wir uns selbst in unsere imaginären Dämonen verwandeln.
Der Künstler lebt und arbeitet momentan in Barcelona/Spanien.

Live Act Eröffnung: ANREW LAFKAS ist Komponist und Musiker. Sein Hauptinstrument ist der Kontrabass. Er konzentriert sich darauf, Stücke für große Ensembles zu schreiben, die deren Intuition fördern. Dabei stammen seine Inspirationen und Einflüsse aus den Erfahrungen, die er in von Milo F

ein und Bill Dixon geführten Gruppen gemacht hat.

WINTERKUNSTKABINETT VOL. 3

25. November 2016 – 20. Januar 2017

Vor 2 Jahren entstand, inspiriert von den Kunstkammern der Könige, die Idee zu unserem Kunstweihnachtsmarkt Winterkunstkabinett, welcher nun  – mittlerweile schon traditionell zum Abschluss des Jahres – zum dritten Mal stattfinden wird.
Er wird sehr bunt und international. 23 Künstler aus neun Ländern zeigen vielfältige Kunstwerke wie Gemälde, Zeichnungen, Kunstobjekte, Collagen und Kunstdrucke.
Das Angebot in unserem Store werden, während der Ausstellung, ausgewählte Kunsthandwerker und Designer erweitern.
Die teilnehmenden Künstler sind:
Alice Morishita (JPN), Doménico C.V. Talarico (D), Christoph Weise (D), Kensuke Saito (JPN), Karmen Kraft (E), Jürgen Gässler (D), Bernhard Mager (A), Ale Senso (IT), ad (HU), Luján Cordaro (ARG), Joan Lillo Arocas (CAT), Zwana Modular (HU), Katharina Willers (D), Jokke Kreutziger (D), Arano (D), Dóra Földes (HU), Erika Greilich (D), Masha Matzke (D), Hani Sagiv (ISR), Kaori Nagata (BRA), Iván Prieto (E), Malo Kingi (D) und Ági Szücs (H)

Live Act Vernissage: Jawad Salkhordeh (Iran) gibt einen kleinen Einblick in seine Welt der Musik und lässt orientalische Töne an seinen Instrumenten, Tombak und Setar, erklingen.

Catering Vernissage: Cozymazu – Taiwanese Tea House & Bistro

JOAN LILLO AROCAS - CIUDAD X

04. November - 24. November. 2016

Joan Lillo Arocas ist in Berga, Katalonien geboren. Im Jahr 2007 absolvierte er in Design und Illustration an der Escola d´Art in Manresa. Sein Diplom erwarb er im Jahr 2011 an der Universität von Barcelona in Fine Arts. Zurzeit lebt und arbeitet er in Berlin, Deutschland.
 Die Serie "Ciudad X" thematisiert die Verbindung zwischen Mensch und Großstadt. Sie entwickelte sich aus Beobachtungen und dem starken Interesse des Künstlers für die kleinen Details des tagtäglichen Lebens, in dem das Individuum die wichtigste Rolle spielt. Arocas erforscht Alltagssituationen, die er, auf eine kritische, satirische Art und Weise, in seinen Bildern verarbeitet. Durch manipulierte Realitäten und paranormale Situationen reflektiert er Einsamkeit, Angst, Befreiung oder Panik.
Mit einer sehr kontrollierten und präzisen Technik baut er seine künstlerischen Erzählungen auf. Dabei benutzt er nur wenig Farben der Farbpalette: schwarz, rot, weiß und blau, wodurch seine Werke einen unbestreitbar eigenen Stil bekommen.
"Seine Arbeit hat einen starken sozialen Inhalt, mit einem konstanten Dialog zwischen dem Individuum und dem Kollektiv. In diesem Dialog entsteht ein Spiegeleffekt, der den Betrachter daran zweifeln lässt, dass das Individuum sich befreien und auf diese Weise aufhören kann, gefährlich für eine Gesellschaft zu sein, die sich ohnehin nicht um Individuen kümmert welche nicht kontrolliert werden können. So gesehen stellt er unsere Originalität als Schwierigkeit dar und die Anpassung als einfachen Weg des Vegetierens."
Carlos Velilla Lon

Live Act: George Donchev studierte Bass an der National Academy of Music in Sofia, am Berklee College of Music in Boston und an der Jungle School of Music in Dominica.
In den letzten 30 Jahren trat er in Asien, USA und Europa auf und arbeitete mit
Größen wie Ennio Morricone, Nigel Kennedy, Bob Moses, Hal Crook, Theodosii Spassov um einige Namen zu erwähnen. Er komponierte Musik für drei Dokumentarfilme und zwei Theaterstücke.

MALO KINGI & ERIKA GREILICH - PETRICHOR

14. Oktober - 03. November. 2016

Betonbauten wachsen wie Unkraut aus dem Boden, das grüne Leben verschwindet immer weiter aus dem großstädtischen Raum. Dabei liegt es nur an einem selbst, diesem wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Um der Beobachtung mehr Bedeutung zu geben, haben sich Malo Kingi und Eri Greilich zusammen getan und Berlin auf seine Naturphänomene und Artenvielfalt untersucht. Zwei junge Berliner Künstler und Illustratorinnen mit der Leidenschaft der Beobachtung.
Entstanden ist eine Ausstellung, die sich um die Großstadt rankt und eines der unschuldigsten und wohligsten Gefühle in der Umwelt bedient: Petrichor, dem Geruch von Regen auf feuchter Erde.
Während Eri Greilich bereits seit zwei Jahren regelmäßig ausstellt, hielt sich Malo Kingi mit ihren Arbeiten bisher bedeckt. Beide hegen eine tiefe Verbundenheit zur Natur, eine Ausstellung die sich auf die Wurzeln besinnt und sich entschleunigt mit der Umwelt beschäftigt lag deshalb sehr nahe. Eine bewusste Auseinandersetzung mit der Thematik ist den beiden sehr wichtig, viel zu selten werden Dinge noch genau betrachtet und analysiert.
Malo Kingi & Eri Greilich

Live Act Vernissage: Ilona Ottenbreit zeigt das Performance ScHattenFang, in dem es um einen Tänzer, der seinen Schatten begegnet geht. Die Szenerie erinnert an urzeitliche Höhlenmalereien, in der die Schatten für die Menschen eine andere Realität darstellten und diese in abstrakten Zeichnungen als Erinnerungen an den Höhlenwänden festgehalten wurden.

FEDERICA POLETTI - ANTIPORTRAIT

23. September - 13. Oktober. 2016

Federica Poletti wurde in Modena, Italien geboren, wo sie lebt und arbeitet. Sie schloss ihr Studium in Bildender Kunst, im Jahr 2005, an der Accademia di Belle Arti di Bologna ab.
Ihre Künstlerische Forschung wird durch die kontinuierliche Entwicklung von sich selbst und ihrer eigenen Neugier innerhalb des Unbewussten und des persönlichen Raums getrieben. Jede Arbeit kann als letzte Stufe eines Konzepts erkannt werden. Bei der Auswahl ihrer Projekte spielt Intuition eine große Rolle. Die Künstlerin versucht die Essenz ihres Themas zu erfassen um sie dann durch ein visuelles Verfahren in ihren Bildern widerzugeben. Sie verwendet die visuelle Sprache als eine Form der symbolischen und konzeptuellen Kommunikation.

Live Act Vernissage: Eric Wong.

Autodidakter Gitarrist und Computermusiker. Er wurde 1981 in Minneapolis, Minnesota/USA, geboren und wuchs in Hong Kong auf. Sein Fokus liegt auf der freien Improvisation und Klangmanipulation.
Er hatte Auftritte in Deutschland, Österreich, Hong Kong, Macau, USA, China, Polen, der Schweiz und der Tschechischen Republik und arbeitet, parallel zu seinen Soloprojekten, mit internationalen Musikern in verschiedenen
Gruppen zusammen, darunter das Rock-Duo Meta Fog, das Gitarre-Klavier-Duo Se Noh Te mit Eunice Martins, D.N.A.N.D.N.A. mit dem Saxophonisten Simon Rose, sowie mit vielen anderen Künstlern auf der ganzen Welt. Außerdem ist er Mitglied des musikalischen Kollektivs Stoic Strangers.

Alice Morishita - TRAILS OF THE SOUL

02. - 22. Sep. 2016

Alice Morishita, 1982 in Tokio/Japan geboren, schöpft ihre Inspiration aus der Natur, was in ihren Illustrationen durch die Verschmelzung von menschlichen Körpern und Tierköpfen deutlich wird. Anstatt reale Charaktere darzustellen versucht sie, durch ihre Mischwesen eine eigene Geschichte zu erzählen.

Sie findet Schönheit in menschlichen Figuren und Bewegungen und lernt viel durch das Beobachten von Insekten und anderen Tieren.
Ihre bevorzugte Medien sind Tinte und Acrylfarbe auf Papier oder Leinwand, dabei benutzt sie eine Punktetechnik, die ihr ermöglicht kleinste Details auszuarbeiten.
Diese Technik hilft ihr dabei, ein tieferes Verständnis für den Ursprung zu entwickeln. "Sobald wir einen fertiges Werk sehen, neigen wir dazu, zu vergessen, das alles mit einem Partikel beginnt und erst dann zu etwas Größerem wird. So wie auch das menschliche Individuum, das aus einzelnen Teilchen, den Geschehnissen des Lebens besteht, die es letztendlich ausmachen."

Live Act Vernissage: Andyvazul ist ein preisgekrönter ungarischer Musiker. Seine Instrumente sind Mundharmonika, Flöte und Santur. Seit 18 Jahren spielt er entweder mit Gruppen oder ist als Solo-Performer in Europa (Italien, Groflbritannien, Deutschland, Spanien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Rumänien, Türkei, etc.) und in den USA. Er spielte mit der Original Blues Brothers Band, Sugar Blue, Andy Newmark - Drummer von John Lennon, Pink Floyd, Jean-Paul Bourelly, oder Dott Reed, um einige Namen zu nennen. Er gewann, als Mundharmonika-Spieler, den Seydel Open Preis in Deutschland und den zweiten Platz in der National Harmonica Liga in Groflbritannien.

Kollektive Ausstellung zum Geburtstag von

Nomad Store & Gallery

01. Juli 2016 - 28. Juli 2016

Zwar besteht unsere Galerie seit 2014 aber erst seit 1. Juli 2015 haben wir unsere eigenen Räumlichkeiten. Hier konnten wir zusätzlich zu der Galerie einen Laden für Kunsthandwerk und Design eröffnen.

Wir haben vieles geschafft. In diesem einen Jahr haben wir 20 aufstrebende Künstler aus verschiedenen europäischen Ländern und sogar aus Japan an Solo-, Doppelsolo- und kollektiven Ausstellungen gezeigt und wir konnten in der internationalen Kunstszene Aufmerksamkeit erwecken.
In unserem Laden unterstützen wir um die 25 internationale Kunsthandwerker, Designer und Künstler.
Auch für Musikfreunde gab es viel zu entdecken, denn neben einer Tanzperformance haben in den 12 Monaten neun exzellente Musiker Konzerte bei uns gegeben, nicht zu sprechen von den Performancekünstlern, die auf den Ausstellungseröffnungen aufgetreten sind.
Wir feiern diesen Tag mit einer Ausstellung von elf Künstlern. Mit einigen haben wir bereits gearbeitet, andere zeigen zum ersten Mal ihre Werke in Nomad Store & Gallery. Wir glauben an die Talente und Qualitäten aller unserer Künstler, und wir möchten einfach mal sagen, ihr seid klasse! Keep it running und gebt nie auf!
Auch bei unseren Unterstützern, Kunden und Besuchern möchten wir uns für den Support bedanken. Wir finden super, dass Ihr zur unseren Ausstellungen kommt, Interesse an den Künstlern zeigt und Werke von ihnen kauft!
Galerien sind wichtig, denn ohne sie hätten Künstler kaum Möglichkeiten ihre Kunst öffentlich zu zeigen, aber es würde keine Galerien geben, hätten wir die tollen Künstler nicht, die ihre Arbeiten präsentieren wollen! In diesem Sinne, die ausstellenden Künstler sind:
Ale Senso (Italien), Alice Morishita (Japan), Arano (Deutschland), Doménico C.V. Talarico (Deutschland), Erika Greilich (Deutschland) Joan Lillo Arocas (Spanien), Joseph Loughborough (England), Jürgen Gässler (Deutschland), Kaori Nagata (Japan), Karmen Kraft (Spanien) und Nadya Dittmar (Deutschland).

Masha Matzke - APHANISIS

10. Juni - 30. Juni 2016

Auf Celluloid oder Photographien gebannte Körper und Gesichter werden zu Subjekten einer stummen Mechanisierung und Pathologisierung. APHANISIS ist eine Auseinandersetzung
mit den Ursprüngen moderner Subjektivität und Alterität in dem Schattenreich der photographischen Dunkelkammern des 19. Jahrhunderts. Das reziproke Verhältnis zwischen dem photographischen Blick, dem Bewusstsein des neuzeitlichen Subjekts und seinen hegemonialen Zwängen einer Beherrschung “des Anderen” konstitutiert auf fatale Weise den Diskurs über Krankheit und Wahnsinn, deren Inszenierung die Faszination für das Abnormale, das Begehren für soziale Exklusion und Segregation stimuliert.

Live Act: Joanna Gemma Auguri (Gesang, Akkordeon) Lieder über Gypsies, verlorene Schiffe und verlorene Seelen. Eine fragile, zarte, melancholische Welt. Nebel auf Seen, der Mond verweilt, das Licht  glänzt durch.

Joseph Loughborough - Resurfaced

20. Mai - 09. Juni 2016

Die Rückkehr von etwas Vergangenem. Vielleicht ist es die Erinnerung an einen verblichenen Traum, ein gefundenes, altes Foto, das dem vergessen überlassene Gesicht einer Verwandten, eine seit langer Zeit unterdrückte Angst. Die Beleuchtung des Verborgenen? In dieser Sammlung von Werken erforscht Loughborough diese Themen. Formen, Bilder und Muster, die unter mehreren Schichten von Kohle entstehen, offenbart durch den Prozess gestischer Löschung.

Loughboroughs Arbeiten entstehen aus einem experimentellen Prozess heraus, in dessen Verlauf er manchmal die Szenerie, die er erschaffen hat, wieder auslöscht und zerstört, um dann in diesen ausradierten,
zurückgebliebenen Spuren nach interessanteren
Formen zu suchen. Manche seiner Werke erscheinen illustrativ, während andere mit eher abstrakten Elementen verbunden sind. Er ist in der Lage beides zu kontrollieren und bietet dem Betrachter einen Mix aus Chaos und der Visualisierung der ursprünglichen Formen.

Live Act Vernissage: Nelly Hakkarainen (Finnland) ist Tänzerin und Choreografin. In Ihrer Arbeit lässt sie sich von visueller Kunst inspirieren, und kreiert starke Bilder und Atmosphäre durch das Tanzen. Sie interessiert sich für interdisziplinäre Kunst, und hat in Berlin mit Fotografen, Musikern und Designern zusammengearbeitet.

Steve Meyer - Soloausstellung

29. April - 19. Mai 2016

Steve Meyer hat an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studiert und 2005 sein Diplom im Fachbereich freie Kunst abgelegt.

 Seine Inspiration ist das menschliche Wesen. In seinem kreativen Prozess konzentriert er sich vor allem auf die Gesichter für ihn unbekannter Menschen. Er sucht nach gewöhnlichen, manchmal sogar leeren Schönheiten und blättert sie auf und studiert ihre Schichten. Er verfremdet sie in den Werken – ohne sie zu verletzten – zu ausdruckstarken, markanten Antlitzen, bis sie nicht mehr realistisch erscheinen. Dadurch wird vieles Preis gegeben, was man sonst nicht erkennen würde. Sie werden durchlässig und verschmelzen teilweise mit dem Hintergrund.
Seine Charaktere erscheinen verletzlich und filigran. Manche haben etwas tierisches an sich und scheinen gleichzeitig ein starkes Bewusstsein zu haben.
 Anfangs malte Meyer mit Öl auf Leinwand, mittlerweile bedient er sich verschiedensten Medien wie zum Beispiel, Holz, Papier, Aquarellfarben, Bunt- und Bleistife usw. Seine Arbeiten werden feiner strukturiert, mit dem Ziel, in tiefere Schichten einzudringen.
Live Act: Juston Buße, ein Berliner Lesebühnenautor, der seit Juli 2014 auf Berlins Spoken-Word-Bühnen auftritt. Er beschreibt in seinen Geschichten Alltagsbeobachtungen, seine skurilen, schrägen Texte regen zum nachdenken über soziale Themen an. Der Autor möchte sich mit seiner Arbeit für eine bessere Welt einsetzen.
Im November 2015 erschien sein erstes Buch, "Der neue Job I-XV"

Kaori Nagata - Contemplative meals
08. - 28. April 2016

Das Essen ist eine Quelle der Energie für den menschlichen Körper, während der Akt ein Mittel ist, das zur Sozialisierung von Menschen beiträgt. Wir alle werden am Anfang unseres Lebens durch die Hand eines anderen Menschen ernährt.
Die Bilder, die die Künstlerin erschafft, konzentrieren sich auf die Ideen, wie das menschliche Dasein mit anderen Erdlingen verbunden war, ist und sein könnte.
An der Oberfläche stellen diese hügelig gemusterten Linien Bewegung und menschliche Figuren in Kontakt mit den Elementen der Natur dar. Unter der Fassade erfüllen sie das Konzept von Vernetzung und Interdependenz mit Leben – sie sind Porträts der menschlichen Existenz, wo das Materielle auf das Spirituelle trifft.

Einige dieser Figuren scheinen in ihren Realitäten gefangen zu sein, während andere zu entkommen versuchen, oder nichts von ihrer Umgebung bemerken.
Kochen, essen, füttern, servieren, gemeinsame Mahlzeiten und die Gespräche rund um all diese Handlungen sind die wichtigsten Quellen Nagatas Inspiration. Sie ist daran interessiert, wie die Vergänglichkeit des menschlichen Seins durch unsere Essgewohnheiten ausgedrückt wird. Für sie sind die Verarbeitung von Zutaten und die Ernährung des Körpers nicht nur weltlichen Handlungen, sondern Möglichkeiten um unsere Verbindung zum Planeten zu begreifen und zu verbessern.
Wenn man das Äußerliche nicht beachtet, gibt es keine wirklichen Unterschiede. Wir sind alle aus einer einzigen, grundlegenden Substanz.

Live Act: Bo-Sung Kim geboren in Südkorea und aufgewachsen in Berlin, lernte mit 12 Jahren das koreanische Perkussionsinstrument Changgo.
Ihr Studium in Traditional Folk Theatrics führte sie schließlich wieder zurück nach Korea, wo sie an der Korean National University of Arts in Seoul bei Meistern wie Kim Duk Soo und Park Byung Chun lernte. Seit nun fast 12 Jahren gibt sie in ganz Europa Auftritte mit einem sowohl traditionellem Repertoires als auch neuen Interpretationen der koreanischen Rhythmen und Melodien, losgelöst von den festen traditionellen Strukturen.

Karmen Kraft - Zerfall und Fetzen
12. März bis 7. April 2016
Das kreative Universum von Karmen Kraft ist in der Gebundenheit und Sorge um das Menschsein verankert. Der Mensch ist Gegenstand ihres Werkes, eingefangen durch die Lebhaftigkeit seines Blicks. Das Auge enthüllt die bewegendsten Augenblicke seiner Existenz: das Vergehen der Zeit, Erfahrungen, Rohheit, Stärke, Charakter, Ängste und Leid.
Die auf den ersten Blick nachvollziehbaren Kompositionen reißt die Künstlerin durch unwillkürliche Strukturen und intuitive Texturen auseinander. Es zeigen sich dem Betrachter Farb- und Tintenflecken, die sich vereinen und wieder zerfallen, sich nach innen und nach außen bewegen – Hintergrund und Figur ineinander verflochten.
Kraft arbeitet und experimentiert in allen visuellen Bereichen, hauptsächlich Malerei, Illustration und Siebdruck.
Ihre Arbeit ist poetisch und provokant. Sie fängt die Momente der intimen Stille im rastlosen Chaos der Ereignisse auf, ihr Blick scheint den herkömmlichen Situationen zu entkommen und richtet sich auf die Suche nach der schönen Introspektion.

Oliver Schwarz ist ein schweizer Regisseur. Sein Kurzfilm Traumfrau (2013) wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und an diversen Filmfestivals weltweit gezeigt.

Sein ganzes Leben suchte Dirk nach seiner Traumfrau. Nach gescheiterten Beziehungen und einem Burnout findet er endlich seine grosse Liebe: Jenny - auf den ersten Blick perfekt und doch grundsätzlich anders. Der Film entführt in eine Welt zwischen Traum und Realität, die uns fremd ist und dennoch überraschend vertraut.

Maud Laurent & Marina Roca Die - Bodytalks

19. Februar - 10. März 2016

Ein visueller Dialog zwischen den Künstlerinnen. Im Mittelpunkt steht die Analyse des menschlichen Körpers und seine psychologische Verwandlung. Wenn in der Kunst die menschliche Gestalt abgebildet wird, identifizieren wir uns mit ihr. Wir empfinden Empathie für den Körper der anderen.

Die Herausforderung beim zeichnen des menschlichen Leibs ist die Dualität. Einerseits die inneren, emotionalen, andererseits die äußeren, physikalischen Aspekte. Das Zusammenspiel dieser Faktoren inspiriert die Künstlerinnen. Ihre Werke sind ein Dialog der die Intensität der Figur betont und ausdrückt. Seine Qualitäten und Schwächen, seine Präzision. Gleichzeitig entsteht eine Konversation zwischen den Darstellungen. Sie erzählen über ihre Formen in einem intimen Gespräch. Sie erläutern den Moment ihrer eigenen Entstehung.

Maud Laurent in Frankreich geboren, hat an der Université de Strasbourg Schöne Künste studiert. Sie ist auf Zeichnung und Graviermethoden spezialisiert.

Die Formen und Lienien in Spannung in ihren Zeichnungen kombiniert sie mit Licht und Schatten, entstanden durch das gefaltete oder zerknüllte Papier, welches sie benutzt.

Marina Roca Die hat an der La Escuela de Arte La Palma und in Estudio Arjona in Madrid studiert. Ihre Zeichnungen und Gemälde konzentrieren sich auf die menschliche Psychologie durch die Veränderung des Körpers.

Live Act: Houdek Csaba spielt seit seinem 12. Lebensjahr Gitarre. Er studierte klassische und Jazzgitarre in Budapest, Ungarn. Zu Beginn seiner Karriere trat er mit verschiedenen Musikgruppen auf. Später komponierte er Stücke für Soloauftritte. Dabei verwendet er selbst produzierte Loops und Beatbox.

Sein Stil vereint Elemente aus Jazz, Ethno, Drum & Bass und orientalischer Musik.

Er tritt in Budapest, Berlin und London auf. Inspiriert von Kunst und Literatur nimmt er Auftritte auch an Ausstellungen und Lesungen, wo er, beeinflusst von den dortigen Werken, improvisiert.

Nikolaj Djatschenko - Soloausstellung

29. Januar - 18. Februar

Die Bilder von Nikolaj Djatschenko zeigen melancholische und teilweise apokalyptische Stimmungen durch gegenständliche Darstellungen der Landschaften, Wüsten, verlassenen Schiffen und der mysteriösen Charakteren, die diese Welten zu bewohnen scheinen. Die einsamen  Bewohner dieser Welt schauen manchmal auf den Betrachter, in anderen Fällen bleiben sie eher uninteressiert davon, was jenseits des Bildes geschieht - alle Elemente schaffen eine ganz besondere Atmosphäre,  von der der Betrachter ergriffen werden soll. Mit seinen Werken versucht der Künstler die unvorhersehbaren Tiefen des Unterbewusstseins – diesem ewigen Abgrund des menschlichen Verstands – zu erforschen. Farben und Pinseln, Papier und Tusche sind dabei die einzigen Instrumente, mit denen man die unendlichen Weiten der fast Lovecraft-ähnlichen Landschaften darstellen kann – und kein einziger Mensch kann dabei behilflich sein.
Die Bilder sind mit Acryl und Ölfarbe gemalt. Lasurtechnik findet hier ihren Einsatz, dabei verwendet der Künstler Leinwände oder MDF-Platten als technische Grundlagen für seine Bilder. Aber auch digitale Kunst, die im Grunde nur Pixels auf dem Bildschirm ist – die relativ neue Möglichkeit der Speicherung und Abbildung der graphischen Information – auch sie lässt Nikolaj Djastchenko nicht aus der Sicht.

Live Act: Shō Garden (Bass, Kalimba, Gesang)

Winterkunstkabinett Volume II
28.11.2015 – 09.01.2016

Wir tun es wieder! Nach dem erfolgreichen Winterkunstkabinett 2014 gehen wir nun in die zweite Runde und veranstalten das Event erneut.

Inspiriert von den Kunstkammern der Könige entstand die Idee zur Ausstellung Winterkunstkabinett. 14 internationale Künstler zeigen vielfältige Kunstwerke wie Gemälde, Zeichnungen, Collagen und Kunstdrucke. In diesem Jahr haben wir außerdem  Kunsthandwerker und Designer eingeladen, so dass die Veranstaltung zu einem kleinen Kunstmarkt heranwächst.

Es ist die perfekte Gelegeinheit die ersten Stücke für eine Kunstsammlung zu erwerben oder eine schon bestehende Sammlung zu erweitern.

Auch das Verschenken von Kunst ist sinnvoll, da sie beständig ist, den Geist schult und mit der Zeit an Wert gewinnt.

 Die teilnehmenden Künstler sind:

Karmen Kraft (Spanien), Doménico C.V. Talarico (Deutschland), Maud Laurent (Frankreich), Alice MORISHITA (Japan), Moja (Japan), Tom Melsen (Niederlande), Äiv S. (Spanien), Anna Vila (Spanien), Steve Meyer (Deutschland), Charles Simmonds (England), Erika Greilich (Deutschland), Arano (Deutschland), Joseph Louborough (England), Kaori Nagata (Japan) und weitere Künstler, Kunsthandwerker und Designer.

Live Act: Alex Born (Deutschland) Burlesque

Mareo Rodríguez - Soloausstellung

"Estamos hechos polvo"

06. - 26. November 2015
Ein Blick auf die Materie, die Topographie und das natürliche Gebiet, konzipiert als Lebewesen. Latent und in ständiger Bewegung; ein epidermales Konstrukt, geformt und verbraucht
durch die Zeit. Ein eigener, tellurischer Rythmus und Sprache, die fortschreitet, pulsiert, gravitiert und Spannungen erzeugt, die durch die Landschaft zum Vorschein kommen.

Rodríguez sucht in seinem künstlerischen Ansatz die Überschneidungen unterschiedlicher Paletten, beginnend von der Massivität der Berge und Felsen, durch einen Prozess von Abwicklung und Fragmentierung, um letztendlich zum Stein, als Basiseinheit zu finden. Er interessiert sich für die Materie, die sich mit der Zeit aufbraucht, Narben und Markierungen trägt, dauerhaft rollt, während sie sich löst, an Gewicht verliert bis sie zu ihrem Ursprung zurückfindet.
Der Einfluss des Künstlers ist einerseits das Resultat von jahrelanger Versunkenheit auf dem Gebiet der Architektur und des Designs, arbeitend an der Fläche, der Materie und ihrer Verbindung zur Erde, wie auch die Tatsache, dass er in einer Stadt aufgewachsen ist, deren Hintergrund aus der Konstellation von Bergen besteht.

In Seinem kreativen Prozess zeigt das Gemälde ein organisches Unterbewusstsein und ein Ausdrucksverfahren, bei dem die wässrige Acrylfarbe schnell mit dem Spatel zwischen Glasuren und Texturen gleitet und Landschaften enthüllt, die nicht vorbedacht sind. Er versucht es nicht, seine Arbeit auf ein Format oder eine bestimmte Technik zu beschränken, sondern erforscht kontinuierlich die verschiedenen Sprachen, die die Kraft,
die Energie und die Vitalität eines Gebietes beschreiben können.

Live Act: Andyvazul ist ein preisgekrönter ungarischer Musiker. Er spielt Mundharmonika, Flöte und Santur. Er nahm mehrere Alben mit Bands aus der ganzen Welt auf und ist Gründungsmitglied der italienischen Band Parafusion. Sein erstes Soloalbum wird in kürze erscheinen.
Seit 18 Jahren spielt er entweder mit Gruppen oder ist als Solo-Performer in Europa (Italien, Groflbritannien, Deutschland, Spanien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Rumänien, Türkei, etc.)
und in den USA  mit Loops und verschiedenen Effektpedalen aufgetreten. Er spielte mit der Original Blues Brothers Band, Sugar Blue, Andy Newmark - Drummer von John Lennon, Pink Floyd, Jean-Paul Bourelly, oder Dott Reed, um einige Namen zu nennen. Er gewann, als Mundharmonika-Spieler, den Seydel Open Preis in Deutschland und den zweiten Platz in der National Harmonica Liga in Groflbritannien.

Tom Melsen - Soloausstellung - Eyes For Eternity

16. Oktober - 05. November 2015

Tom Melsen lebt in Rotterdam, Holland. Er ist in einer Reihe von künstlerischen Bereichen aktiv, aber vor allem durch seine expressiven Gemälde bekannt. Seine Werke verschmelzen oft Dramatik und Aggressivität in eine Melancholie, die seine Arbeiten zu faszinierenden und einzigartigen Kunstwerken macht.

Kritiker beschreiben seine Arbeit als originell und einzigartig. Seine Malerei ist modern und doch erinnert sie an klassische Gemälde. Melsen malt meistens Porträts in denen er die intensive Einsamkeit, Verzweiflung und den inneren Aufruhr anonymer, fiktiver Personen schildert. Er hat auch an einer Serie von Collagen gearbeitet.
Das Ziel des Künstlers ist es, zu provozieren und emotionale Reaktionen aus dem Publikum mit all seinem künstlerischen Können hervorzurufen. Er ist keineswegs daran interessiert, vorgegebenen Regeln zu folgen und bezeichnet seine Kunst als "ein organisiertes Chaos".
Melsen wurde im Jahr 2014 für den hochgeschätzten Palm Art Award von der Art Domain Group, (Leipzig, Deutschland) nominiert. Seine Arbeiten wurden weltweit in zahlreichen Magazinen veröffentlicht.

Live Act: Hannes Buders (Avantgarde Guitar) Solokonzerte sind spannende und atmosphärische Reisen in ungeahnte musikalische Welten. Beeinflußst von Zeitgenössischer und klassischer Musik, Rockmusik und Freejazz experimentiert der Gitarrist und Komponist, mit den klanglichen Möglichkeiten des Instruments und lässt eine Musik zwischen ekstatischer Wildheit und fragiler Schönheit entstehen.

Sein Stil bleibt dabei unverkennbar und seine Kompositionen bestechen durch einen hohen Grad an Authentizität und Emotionalität.

Doménico C.V. Talarico - Soloausstellung - Reborn

25. September - 15. Oktober

Talaricos Bilder basieren auf alten Fotografien, welche in abstrahierter Form zu Teilstücken eine neue Bildsprache formen.
Vergessene Personen fungieren als Schauspieler einer emotionaler Erzählung und bilden so eine Brücke zwischen der Realität und der Fiktion. Der Betrachter wird aufgefordert den eigenen Verbleib zu hinterfragen und ihn mit den dahingeschiedenen Akteuren in einen Kontext zu setzen.
Die Kunstwerke sind lasierend und doch deckend gemalt, enthalten reduzierte Elemente und erstrahlen in einem ganz eigenen Farbspektrum. Die verträumte und zugleich markabere Atmosphere in seinen Arbeiten lädt ein das Innerste zu erforschen und gleichsam sich ein Stück weit darin zu verlieren. Die Ästhetik vergangener Zeiten trifft auf illustrative Malerei und vermittelt so zwischen den Welten.
Live Act:
Mano Camatsos, ist Gitarrist und Sänger, der mehr als 1000 Aufnahmen von den unterschiedlichsten Projekten hat. Seine Suche gilt dem Außergewöhnlichen und Neuen, Bizarren, aber auch schönen Klangbildern.

Stefan Ziemer an Baritonsaxophon. Verschiedene Lehrer, autodidaktisches Studium und diverse Bandprojekte, aber auch die vielfältige Sessionlandschaft Berlins sind wichtige Meilensteine auf seinem Weg durch die Welt der Musik.

Erika Greilich – Soloausstellung - "Zeitwesen"

04. – 24. September 2015

Sie spinnt den Strick in dem wir uns verfangen. Die Zeit ist eine von uns kreierte Gottheit, der wir bis zum Ende folgen. Ein Konstrukt, dem wir nicht entgehen können, das uns krank und wieder gesund macht. Sie ist überall und trägt als Bindeglied unsere Erfahrungen mit uns. In ihrer Serie illustriert Erika Greilich das Geflecht der Zeit und ihrer Untertanen. Darin veröffentlicht sie Gedanken und Erkenntnisse, die sie seit Jahren in ihrem Verstand gefangen hielt und mit Ende 2014 zu visualisieren begann. Daraus entstanden vielfältige, surreale Zeichnungen und Malereien in Aquarell und trockenen Medien, in denen sie die Zeit zu sammeln versucht.

Erika Greilich, geboren in Kirgisistan, wuchs im Allgäu zwischen unterschiedlichen Kulturen auf. Ihre Arbeiten sind geprägt von gesellschaftlich kritischen Ansätzen und stellen meistens den Menschen als Gestaltungsmedium in den Vordergrund.
Ihre Werke stechen durch feine Schraffur ins Auge, die Farbgebung begründet sich immer auf die synästhetische Fähigkeit der Künstlerin.
Sie zeichnet meistens mit Künstlerfarbstift auf Holz oder arbeitet in Aquarell.    

Live Act: Nelly Hakkarainen ist Tänzerin und Choreografin. In Ihrer Arbeit lässt sie sich von visueller Kunst inspirieren, und kreiert starke Bilder und Atmosphäre durch das Tanzen. Sie interessiert sich für interdisziplinäre Kunst, und hat mit Fotografen, Musikern und Designern zusammengearbeitet.

Marina Roca Die - Too Animal, Too Human

14. August - 03. September 2015

Rocas Kunst reflektiert den menschlichen Körper in psychologischen Zusammenhängen, wie er verändert werden kann, verformt und entfernt von jeglichen Grenzen, immer auf der Suche nach einem ausdruckstarken und vollständigen Bild.
In dieser Ausstellung präsentiert die Künstlerin das erste Mal ihre Werke aus den Jahren 2014 und 2015. Gezeigt werden Serien von Ölgemälden und Tuschezeichnungen, fokusiert auf die Natur, insbesondere auf die des menschlichen Wesen.

"Wir können uns als Menschen in Verbindung zur Natur auf zweierlei Weise platzieren: in dem wir unsere Position der Natur gegenüber festlegen oder in dem wir versuchen zu verstehen, was die Natur von uns erwartet."

Marinas Herausforderung ist es, die Grenze zu finden, an der die Definition von "Menschsein" diffus wird.

Wir haben vieles gemeinsam mit anderen Tieren. Das Grundliegende, das uns voneinander unterscheidet, ist die Sprache, die wir in symbolischen Dimension benutzen, während die Tiere einfach nur einige Kode folgen. Sie leben ganz im Reich des Imaginären.
Im Laufe der Zeit hat sich die Sprache in etwas, von uns unabhängiges verwandelt. Sie ist da, auch, wenn sie nicht mehr verwendet wird. Darüber hinaus scheint es, dass wir um die von der Sprache selbst auferlegten Regeln umherirren. Diese Regeln sind der Grund dafür, warum die Menschen ihre Animalität einschrenken, sogar verstecken, um Kontingenz zu vermeiden.
Marina Roca Die erforscht dieses Thema um das "Tier im Menschen" zu entdecken, als wolle sie sagen "lass es mal ein wenig raus, zumindest als ein Bild ".
Unter Verwendung von halb mensclichen, halb tierischen Figuren als Ausdruckselementen, gräbt sich die Künstlerin tief in die Begegnung zwischen menschlicher Identität und bloßer, instinktiver Existenz.

Live Act: Zhenja Oks ist ein Komponist, der Gedichte von Autoren verschiedenster kultureller Hintergründe in einer Vielzahl von Sprachen zum Klang erweckt. Seine Lieder spiegeln die Atmosphäre der odessischen Randbezirke seiner Kindheit wider, genauso wie das grelle, von Gegensätzen geprägte Leben seiner Wahlheimat Berlin. Er verwebt traditionelle Motive mit experimentell suchenden Elementen, indem er die Klangmöglichkeiten seiner Gitarre auf ungewöhnliche Art und Weise modifiziert. So entstehen mal melodisch-eingängige Chansons, mal sperrig-ungemütliche Beschwörungen jenseits aller ausgetretenen musikalischen Pfade.

Joseph Loughborough - Soloausstellung

24. Juli – 13. August 2015

Ein provokanter Blick sickert aus den Überresten des Feuers, mit denen Loughborough seine verzweifelten und oft hoffnungsvoll verlorenen Geister wie Dämonen auf das raue Papier bannt. Es ist die Conditio Humana, gepaart mit dem Verständnis für Absurdität eines Camus oder Kierkegaard, aus der hier Geschichten entwachsen, die von den Protagonisten fahl umklammert werden. Die immanente Aspiration breitet sich in beklemmenden Räumen aus, die von ihnen ausgeweitet, doch niemals überwunden werden können. Wie eine Emotion, deren Klimax sie jagen, sich ihr aber doch nur annähern können.

Paare und Gruppen greifen nacheinander, suchen nach dem Gegengift, um sie von ihrer Existenz zu befreien. Die latente Hoffnung drückt sich in jeder erstarrten Bewegung aus, wartend auf die Erlösung in der unnahbaren Ferne. Zum Trotz der Stille lässt sich jenseits der feinen Technik, dem inbrünstigen Expressionismus und der Abwesenheit von Sterilität in diesem Nihilismus nur schwer einfangen, wonach ihre Augen suchen. Vom Baden in der eigenen Existenz bis zum Scheitern jener Suche nach einem Ziel oder einer metaphysischen Bedeutung des Seins sind alle Zweifel an uns selbst eingefangen und teils mit Wollust überspielt. Und auch wenn sie sich durch den Mantel der Säkularität von solchen Sünden befreit zu glauben haben, bleibt ein Wunsch zurück: Dem Inferno zu entsteigen, zurück durch das Purgatorium zu kriechen und endlich, von ihrer Passion befreit, genießen zu können. (Text aus dem Englischen ins Deutsche übertragen von Adrian Leitner)
Live Act: Alex Pastore. Sound designer und Komponist, erforscht industrielle, electronische und rituelle Klanglandschaften. Kollaboriert und performt gerne mit zeitgenössischen Künstlern.

Die dunkle Seite der Äiv S. - Soloausstellung

03. Juli – 25. Juli 2015

"Ernüchterung. Lichtdurchfluteter Pessimismus umarmt mich und füllt meinen Sinn mit undefinierten Formen in schwarz und weiß. Sind es wirkliche Träume, oder nur Träumereien, die mein Unterbewusstsein erschafft? Wenn es doch mein Geist ist, lasse ich ihn sprechen. Er erzählt mir Geschichten über verborgene Wirklichkeiten, hinter verschlossenen Türen in meinem Verstand. Dunkle Geheimnisse, die nicht einmal ich selbst kenne, obwohl sie aus meiner Empfindung kommen. Sie verwunden mich, aber ich liebe sie trotzdem. Ich glaube, sie lieben mich auch. Deshalb möchte ich, dass wir uns gegegenseitig voneinander ernähren, solange wir vollkommen vereint sind."

Die Arbeit von Äiv S. fundiert auf den Impressionen, die ihr die Lethargie zuspielt, mit der uns das Leben Tag für Tag erprobt. Sie vermitteln ihr das Gefühl, etwas unwirkliches zu erleben. Diese Sinneseindrücke arbeitet die Künstlerin in ihre Illustrationen ein. Ihre Werke repräsentieren die agressive Melancholie, die ihre inneren Kämpfe verursachen.
Markante, geometrische Linien fügen sich zu imaginären Charakteren. Durch den Schwarz und Weiss erreichte Kontrast betont die Vergangene Information, die die Erinnerungen an Träumen kennzeichnet und gleichzeitig die Fülle, die in den nachdenklichen, reflexiven Momenten erreicht wird. Die Texturen aus einzelnen Punkten dienen als Instrument für Volumen wie auch als Mantra, da die obsessive Wiederholungen unterstützen die introspektive Arbeit.

Live Acts: Live Drawing by Äiv S. Musik: Jawad Salkhordeh (Tonbak) und Hemad Darabi (Gitarre)

Winterkunstkabinett
13.12.2014 - 15.01.2015
Inspiriert von den Kunstkammern der Könige schliessen wir das Jahr mit dem Winterkunstkabinett und füllen unsere neue Galerie am 13-en Dezember 2014 mit vielfältigen Kunstwerken (Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Kunstdrucke) von 21 internationalen Künstlern.

Es ist die perfekte Gelegeinheit die erste Stücke für eine Kunstsammlung zu erwerben oder eine schon bestehende Sammlung zu erweitern.

Auch das Verschenken von Kunst ist sinnvoll, da sie beständig ist, den Geist schult und mit der Zeit an Wert gewinnt.

Die teilnehmenden Künstler sind:

Äiv S.,  Ale Senso, Arano, Beatriz Crespo, Bos, Doménico C.V Talarico, Dorte Bundesen, Erika Greilich, Ivan Prieto, Janet Wielgoß, Jessica Rimondi, Jokke Kreutziger, Juan Blanco, Karmen Kraft, Katharina Willers, Maud Laurent, Pedro Alonso, Sabatino Cersosimo, Shahram Alizadeh, Thomas Weidner, Zoe Miserez

Live Act: Shō Garden Bass, Kalimba, Gesang

Bos & Shahram Alizadeh
28.11.2014 - 11.12.2014
Zwei Künstler, zwei sehr verschiedene Sichtweisen. Ihre gegensätzliche Arbeiten über die Gesellschaft verschaffen den Kontrast der Blickwinkel in dieser Ausstellung. Bos lebt und arbeitet in Cholet, Frankreich und Shahram Alizadeh lebt und arbeitet in Wien, Österreich.

Bos malt seit seiner Kindheit, erzählt mit seinen Bildern, auf eine fröhliche Art und Weise, absurde Geschichten. Seine überdrehten Bilder in illustrativem Stil strahlen Energie und Ausgelassenheit aus.

"Energie? Ja! Ich liebe es, wenn alles schnell passiert. Ich sehe nicht alles durch die rosa Brille, eher durch eine orangefarbene. Ich lebe aktiv und mag nicht das Dahintrödeln. Ich muss wach bleiben", erzählt er von sich.

Auf eine farbigen Kulisse zeichnet er Linien mit Tusche, die die Bilder in Bewegung bringen. Dabei erschafft er Harmonie zwischen den Charakteren, Formen und dem Hintergrund.

Shahram Alizadeh musste mit seiner Familie aus seiner Heimat, Iran flüchten, als er 11 Jahren alt war. Soziale Probleme, wie Obdachlosigkeit, die er erlebte, haben seine Kunst inspiriert und geprägt. Er verarbeitet gesellschaftliche Themen und Situationen aus seinem persönlichen Erfahrungsschatz und fokusiert sich dabei auf das Verhalten des Individuums in der Masse. Seine eigene Vergangenheit ist in seinen surrealistischen Bildern oft wiederzuerkennen. Er malt mit Acryl und Ölfarben auf Leinwand.

Für seine Illustrationen in einem Gedichtsbuch wurde er 2012 in den USA ausgezeichnet und viele seiner Arbeiten wurden bereits in verschiedenen Kunstmagazinen veröffentlicht.

Live Act: Nelly Hakkarainen ist Tänzerin und Choreografin. In Ihrer Arbeit lässt sie sich von visueller Kunst inspirieren, und kreiert starke Bilder und Atmosphäre durch das Tanzen. Sie interessiert sich für interdisziplinäre Kunst, und hat in Berlin mit Fotografen, Musikern und Designern zusammengearbeitet.

Pino Gengo "Mind" & Sabatino Cersosimo "Grenzen"
14.11.2014 - 27.11.2014
Pino Gengo lebt und arbeitet in Rom. Er konzentriert sich in seinem kreativen Prozess auf die Gesamtheit seiner Gefühle, Erinnerungen, Impulse und Erfahrungen. Jedes Detail ist ein Stück vom Ganzen und kann nicht isoliert werden. Alles ist wichtig. Wir sind alle miteinander verbunden wie in einem Netzwerk. Wir interagieren auf diesem Grundprinzip, nichts kann außerhalb dieser Beziehung existieren.

Dieser Gedanke hat den Künstler bei seinem Projekt inspiriert. Herz und Geist sowie Intuition vermitteln ihm eine klare Sicht. Sein Hauptziel ist es, die Tatsache zum Ausdruck zu bringen, dass alles um ihn herum beweglich und veränderbar ist. Es kann widersprüchlich erscheinen, dass er diese Bewegung mit matten Farben und Begrenzungslinien darstellt, aber diese dynamische Energie, die unser Wesen nährt ist in jedem Moment sichtbar und unterschiedlich.

Die Spiritualität ist die Grundlage bei dieser Suche. Sie ist der Ausgangspunkt von Gengos Erfahrung, die er vermitteln möchte.

In den Bildern von Sabatino Cersosimo ist die Umgebung das Haupttema einer Szene, in der der Mensch der Hersteller seiner eigenen Welt ist und dessen Welt als seine eigene Wahrnehmung existiert. Seine psychologische Komplexität steht im Mittelpunkt, die Emotionen, ausgedrückt durch Körper und Geist.

Er folg in seinen Werken einer Linie, die aus der expressionistischen Malerei herausgeht und sich durch den Realismus und Symbolismus weiterentwickelt. Seine Bilder strahlen Ruhe aber gleichzeitig Schmerz aus.

Er malt mit Öl auf Birkenholz und Holzspaltplatten, deren Strukturen ihm beim Malen besondere Möglichkeiten bieten.

Live Act: Florian Constantinides spielt Saxophon. Er interessiert sich für die Verbindung von Musik mit anderen Kunstarten, komponierte für Theaterstücke und Filme und nahm teil an interdisziplinären Performancen. In seiner Performance wird er frei improvisieren, inspieriert von den ausgestellten Kunstwerken.

Ambivalent
31.10.2014 - 13.11.2014
Drei Künstler zeigen ihre Arbeiten, dessen Themen von konträren Gefühlen, Gedanken und Aussagen handeln. Jeder von Ihnen beschäftigt sich mit schweren Fragen, die nicht selten aufgrund der Suche nach Leichtigkeit an den Rand der Gesellschaft rutschen. Manipulation, psychische Erkarnkungen oder Tod und der Aspekt des Standpunktes gehen die Künster in ihre Werken nach.

Alessandra Senso Ihre Arbeiten sind dominiert von groben Materialien wie Papier, Pappe und alten Büchern. Abgestimmt mit einer Manga-Ästhetik entstehen surrealistische, mal fröhliche, mal dunkle Welten, in denen Science Fiction und Realität verschmelzen.

In der Serie "Todestanz" behandelt sie das Thema, wie wir mit dem Tod tagtäglich umgehen. Der Tod ist der Protagonist dieser Werke. Jeder kennt ihn aber wir begegnen ihm nur einmal im Leben. Er ist ein Teil von uns, den wir oft ignorieren, wissen aber genau, dass er uns begleitet. Süss und treu, wie ein Hund. unabhängig und klug wie eine Katze. Wir sind an spektakuläre Darstellungen vom Tod gewohnt und sind mit dem Sterben tagtäglich konfrontiert. Er ist auf unserer Haut und in unsere Seele tätowiert.
Jokke Kreutzigers farbschwangere Bilder handeln von kauzigen Gestalten, Narren, Menschen mit Ticks und Sonderlingen jenseits der Masse. Dabei taumeln seine Figuren in gesetzlosen Räumen zwischen mürbem Humor und zarter Melancholie.

In der Ausstellung zeigt er seine aktuelle Serie „Close“. Jokke Kreutziger geht es dabei nicht darum, mit pathologischen Diagnosen zu kokettieren, sondern vielmehr, diese aufzubrechen und die Menschen dahinter wieder erfahrbar zu machen.

Erika Greilich stellt sich vor die Herausforderung sich selbst und andere zu hinterfragen. Hungert die Menschheit danach sich aus ihrer Komfortzone kaum herauszubewegen. Dieser Umstand macht es Splittergruppen leicht Vasallen für ihre Zwecke zu rekrutieren, die sich in ihrer "bedeutungsarmen" Welt nach einer vorgefertigten Ideologie sehnen. In der Serie "Seelenfänger" beschäftigt sie sich mit den Strukturen und Auswirkungen solcher Sekten und sektenähnlicher Konzepte. Auf surrealistische Weise personifiziert sie diese Organisationen und schafft dadurch mysteriöse Körper, die zugleich abstoßen und faszinieren. Ihre fein gezeichneten Schraffuren auf Holz bilden ein Raster in dem der Blick des Betrachters hängen bleibt, durch die intensive Farbigkeit merkt dieser erst zuletzt dass er sich in einem Netz verfangen hat.

Live Act: Wooguru Fd Mit Tanz möchte er über Freiheit erzählen. Frei zu sein ist das Wesentliche für alle Lebewesen. Er entschied aus freier Wille fürs Tanzen, da es in seiner Natur liegt und für ihm die absolute Freiheit für das Leben bedeutet.

Die Suche - Zwischen Vergangenheit und Zukunft liegt die Gegenwart
17.10.2014 – 30.10.2014

Dorte Bundesen lebt und arbeitet in Dänemark. Sie verarbeitet in ihrer Serie eine Geschichte über Gefühle, Atmosphäre und das Leben. Unter den verschiedenen Techniken, die sie benutzt, ist ihre wichtigste das Zeichnen. Die Entwicklungsstufen von Ideen oder Themen begleiten ihre Serien und kommen in den einzelnen Bildern klar zum Vorschein. Als Grundlage für die Serie "Anonymus" hat sie ein Gedicht gewählt, das ein anonymer Soldat geschrieben hat. I want to go home, I don't want to go in the trenches no more, Where whizz-bangs and shrapnel they whistle and roar. Take me over the sea Where the Alleyman can't get at me. Oh my, I don't want to die, I want to go home.

(Songs and Slang of the British Soldier: 1914-1918)

Sie erzählt in der Serie von dem anonymen Soldaten aus dem Gedicht, von seiner Suche nach einem Zufluchtsort, aber auch von der Suche der Menschen nach ihrem Platz im Leben, nach ihrer eigenen Identität.

Jessica Rimondi und Ornella Orlandini begannen ihre gemeinsame Arbeit vor einem Jahr. Das Projekt beinhaltet mehrere Serien. Die Motive der Serie "Under the skin" sind Fenster von verlassenen Häusern. Sie symbolisieren, wie die Erinnerung einen Teil der Wirklichkeit verzerrt oder ganz auslöscht, beziehungsweise wie sie sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, je nach dem wie sich unsere Wahrnehmung verändert.

Die Künstlerinnen beziehen sich auf die Vergangenheit, das Vergehen der Zeit, die Veränderung und dessen Wirkungen auf das Leben in der Gegenwart. Sie erfassen die Poesie dieser Veränderungen, die geheimnisvolle Schönheit, das Entstehen von Neuem, die Verbundenheit von Natur und Mensch und deren Reaktionen auf die Umwandlung.

Als sie den Zusammenhang zwischen Natur und durch Menschen erschaffenen, inzwischen unbelebten Plätzen erkannten, entschlossen sie sich mit dem Blick der Aussenstehenden an das Thema ranzugehen und wurden zu "Aufzeichnerinnen und Empfängerinnen" dieses ästetischen, sublimen Übergangs.

Live Act: Doreen Ooi führt die klassische Bratsche aus dem Orchester heraus und bringt sie in neue Bereiche, beeinflusst von Raum, Performancekunst und Experimentalfilm. Ihre Performance basiert auf zeitgenössischen Solostücken, die mit Visuals untermalt werden. Sie hat mit einer Reihe von internationalen Künstlern studiert und zusammengearbeitet.

Mixed Media - Experimente in der Kunst
02.10.2014 - 16.10.2014

In der Ausstellung zeigen vier internationale Künstler ihre Werke. In ihren Arbeiten benutzen sie verschiedenste Medien und Materialien, die im künstlerischen Schaffensprozess auf ganz individuelle Weise kombiniert werden und durch Aufhebung der Gattungsgrenzen gekennzeichnet sind.

Alessandra Senso schätzt Bilder, Gesten oder Mimiken von Menschen mehr als Worte. Berlin ist für sie die Stadt der Stille und der tausend Stimmen gleichzeitig. Sie versucht diese beide Aspekte in ihren Bildern zu verarbeiten.

Die Stadt und seine Darsteller verwandeln sich in einen Stummfilm mit Untertiteln, die sie dann auf Buchseiten von vergessenen Büchern, gefunden in Pappkartons an Strassenecken oder auf den Treppen von Geschäften und Cafés, malt.

Ivan Prieto fokussiert seine künstleriesche Arbeit auf Installation, Skulptur und Illustration. Er hat sein Studium an der Universität Complutense in Madrid in bildenden Künsten abgeschlossen, wo er die traditionellen, klassischen Techniken der alten Meister lernte. Danach studierte er in der Hogeschool voor de Kunsten in Utrecht, Holland. Er hat in Madrid, Barcelona, Paris, Utrecht, Lissabon, Mailand, Berlin seine Werke ausgestellt.

In Prietos Arbeiten wird das ästhetische durch eine Traumwelt projiziert. Ikonografische Verbindungen führen uns zu surrealistischen Puppen. Objekte, in denen avantgardistische, erotische Verlockung als Basis für alle möglichen Interpretationen dient, wo Traum und reale Möglichkeiten nahe zueinander stehen.

Juan Blanco beschäftigt sich in seiner Arbeit mit Kurzschlüssen zwischen Bildern, die uns durch das intensive "Medienbombardement", dem wir ausgesetzt sind, erreichen. Seine Darstellungen und Kontexte, Zusammensetzungen und Trennungen von Bildern hinterlassen bei den Betrachtern ein unbehagliches Gefühl, das sie dazu motiviert, eine verlorene Zivilisation, die keine andere ist als unsere eigene, Stück für Stück wieder zusammenzusetzen.

Patrick Bremer nähert sich seinen Collagenarbeiten als wären sie Gemälde. Das Grossartigste an den Collagen ist für ihn das Zusammensetzen von Erzählungen und Bildern. Man kann in den Prozess hineinsinken und eine ganz neue Geschichte mit den entstehenden Bildern vermitteln. Wenn er anfängt, das Bild Stück für Stück zusammenzufügen, beginnt es seinen Lauf zu nehmen, gedrängt von Kurven, Farben und Linien. Jedes neue Stück ist eine Reaktion auf das vorherige.

Live Act: Freerider hat nach langjährigen Erfahrungen am Klavier ein tiefes Gefühl für Harmonie und musikalische Landschaften entwickelt. Er begann zu singen, Texte zu schreiben, wechselte sein Instrument und begann Gitarre zu spielen. Als Solist bringt er dem Publikum seine Lieder auf reinste und intimste Weise nahe. Sie sind Porträts der modernen Gesellschaft, der Liebe und des inneren Wachstums, stets mit einer großen Vielfalt an musikalischen Strukturen und rhythmischen Beats.

"Es lohnt sich, das Antliz der Welt zu verändern, ohne sein eigenes zu verlieren" (Wieslaw Brudzinski)
19.09.2014 - 01.10.2014
Vernissage am 19.09.2014 um 19:00

 

Die menschliche Figur ist eines der ältesten Motive in der Geschichte der bildenden Kunst. Das Gesicht stellt das interessanteste, persönlichste und aufschlussreichste Merkmal des Menschen dar. Vom Gesicht des Menschen schliessen wir etwa auf Charakter, Herkunft oder sozialen Status. Es ist das wesentliche Symbol seiner Persönlichkeit und Identität, der expressivste und kommunikativste Teil des menschlichen Körpers. Träger des Ausdrucks von Stimmungen, Befindlichkeiten und Gefühlen.

Aus wie vielen verschiedenen Perspektiven ein menschliches Gesicht gesehen und interpretiert werden kann, zeigen die Werke der 11 internationalen Künstler in der Ausstellung. Sie haben dabei mit unterschiedlichen Medien und Techniken von Malerei über Zeichnung, Xilografie bis hin zur Fotografie gearbeitet.

Teilnehmende Künstler sind Aiv S., Arano, Beatriz Crespo, Ivan Prieto, Jessica Rimondi, Juan Blanco Urribe, Karmen Kraft, Katharina Willers, Krizsai Andrea, Sabatino Cersosimo und Zoe Miserez

Live Acts:Shō Garden: Bass, Kalimba, Gesang und Jawad Salkhordeh: Tonbak

Traumwelten
05.09.2014 - 18.09.2014
Vernissage am 05.09.2014 um 19:00 Uhr

 

József Tüttő hat in seinen Bildern eine Traumwelt erschaffen. In seinen Werken vermischt sich das Realistische mit märchenhaften Elementen. Die mal ironischen, mal absurden, humorvollen oder letargischen Scenen projektieren die Vision einer mystischen aber trotzdem rationalen Welt.

Er arbeitet mit Zurückwischtechnik, auf diese Weise bekommen seine Gemälde softe Tönungen und einen seidigen Effekt. In der Regel arbeitet er mit nur 3-4 Farben, dessen Töne sich in seinen Bildern harmonisch vermischen. Mit schwarzer, unregelmässiger Linienführung konturiert er Figuren oder Gebäude. Er erschafft in seinen Bildern einen starken Kontrast durch fröhliche Farben und eher traurigen Atmospheren. Mit seiner kreativen, positiven Weltanschauung kann er sogar die absurdesten Situationen auf eine witzige, charmante Art präsentieren.

Maria Rabold zeichnet seit sie denken kann. Sie hat in der Grundschule angefangen sich ernsthaft damit zu beschäftigen, als sie auf japanische Zeichentrickserien gestoßen ist. Ihre Interesse für andere Kunstrichtungen wie Surrealismus, Expressionismus, Jugendstil wuchs mit den Jahren. Als sie auf Kandinskys Werke gestossen ist, hat sie sich von ihm inspirieren lassen und es flossen immer mehr geometrische Elemente in ihre Zeichnungen und Aquarelle ein.
Die Realität abzubilden ist ihr mittlerweile gar nicht mehr so ein starkes Bedürfnis, sie ist davon fasziniert wie viele verschiedene Effekte man nur mit Linien, Kreisen, Farbflecken, usw erzeugen kann. Leichtigkeit und Spontanität sind ihr beim Malen extrem wichtig.

Live Act: Gellért Szabó ist ein junger, sehr talentierter Gitarrist. Seine Einflüsse kommen aus dem Jazz und Blues, doch seine große Leidenschaft ist die Filmmusik. Er gibt Hans Zimmer's Requiem for a Dream als Initialzündung seiner Musikkarriere an. Und so tourt er mal solo, mal mit Begleitung durch Cafes und Bars um seine ganz eigene Vorstellung von Musik, fernab von Gesetzen und Stilistiken umzusetzen.

Jessica Rimondi & Zoula Fürst "Paintings"
04.07.2014 - 02.09.2014

Jessica Rimondi konzentrierte sich bei der Recherche für ihre Arbeit auf die Beobachtung von Kommunikationsformen und das menschliche Sein. Bei ihrer Beobachtung legte sie ein besonderes Augenmerk auf die  Individualität von Menschen. Auf Grundlage dieser Studien versuchte sie das gleiche Gefühl mit den Mitteln der Malerei zu visualisieren. Sie beschreibt ihre Technik als "sensorischen Prozess", durch den sie eine Verbindung zwischen Beobachter und Beobachteten schafft. Dabei arbeitet sie mit Schichten, durch die sie Gesten und Bewegungen in kompositorischen Erzählungen sichtbar macht.

Zoula Fürst interessiert sich für die scheinbaren Nebenschauplätze der Alltagskultur. Dabei spielt sie mit Gegensätzen wie Körper, Raum und Leere, Verhüllung und Nacktheit, Zentrum und Peripherie, Annäherung und Distanz. Kleidung ist Ausdruck von Zeitgeist, Identität und sozialer Position. Wie dieses gesellschaftliche Phänomen in der modernen Kunst aufgenommen wird, zeigen die Bilder von Zoula Fürst mit subtilem Humor und technischer Raffinesse. Deutlich greift die Künstlerin auf eine in der Werbegrafik plakativ verdichtete Bildsprache zurück, wir sie in den frühen Arbeiten von Sigmar Polke genutzt wird und entwickelt dabei ein autonomes, zeitgenössisches Konzept." (Dr. Barbara Aust - Wegemund, Kunstkritikerin)

Live Act: Doreen Ooi führt die klassische Bratsche aus dem Orchester heraus und bringt sie in neue Bereiche, beeinflusst von Raum, Performancekunst und Experimentalfilm. Ihre Performance basiert auf zeitgenössischen Solostücken, die mit Visuals untermalt werden. Sie hat mit einer Reihe von internationalen Künstlern studiert, zusammengearbeitet und performed.

Black & White Drawings
20.06.2014 - 03.07.2014
Schwarz und Weiß sind die beiden stärksten Ausdrucksmittel zur Visualisierung von Gegensätzen. Der Kontrast dient als Ästhetik, Technik und Stil in der Malerei, Fotografie, Film oder Mode. Schwarzweiss steht für unsere Vorstellung von Vergangenem sowie für gegensätzliche Beziehungen Es schafft Ordnung, Klarheit, Einfachheit, Harmonie, Balance und Kraft durch die Möglichkeiten in der Reduktion und Konzentration auf das Wesentliche. Für den Menschen sind Licht und Finsternis von großer Bedeutung, deswegen erzeugt die Polarität, die durch den Hell-Dunkel-Kontrast entsteht, eine hohe Spannung.

Diese verschiedenen Aspekte zum Thema werden von den Künstlern in ihren Werken mit unterschiedlichen Vorgehensweisen und Techniken in der Ausstellung gezeigt.

Zoë Miserez befasst sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit der modernen Gesellschaft. Durch charmante und kuriose Charaktere karikiert sie Menschen oder Situationen und bearbeitet Themen wie Trends, neue Technologien und Soziale Netzwerke. Kontroversen und vorgefertigte Meinungen werden in ihren Illustrationen oft mit Sarkasmus und Humor behandelt. In ihrem Werk legt sie Wert auf Details, Kontrast, Klarheit und achtet auf die Harmonie zwischen Leere und Fülle.

Arano Zeichnet seit seiner Kindheit und war damals inspiriert von Comics und Zeichentrickfilmen. Heute sind die Arbeiten der Ausdruck von Emotionen, Fantasiewelten und seiner Liebe zu der Natur. Das Interesse an Flora und Fauna wird in den Charakteren deutlich erkennbar. Er arbeitet mit Fineliner auf Papier, seine Zeichnungen sind durch besonders feine Schraffur und kleinste Details definiert.

David Gees Zeichnungen bestehen aus abstrakten Kritzeleien und komplexen geometrischen Mustern, durch die sich für den Betrachter immer wieder neue Ansichten ergeben und bei jedem weiteren Blick mehr zu erkennen ist.

Teruyuki Kurihara visualisiert in seinen Arbeiten die perfekte Balance dieser Welt mit Punkten und Linien. Seine Werke spiegeln den chaotischen Geist der Welt wieder. Er spürt, dass sich alles in der Welt und im Universum gegenseitig beeinflusst, die Balance hält und koexistiert. Er möchte mit seinen Zeichnungen zeigen, dass schon kleinste Veränderungen dazu führen können die gesamte Welt und das Universum zu verändern um so zu wahrem Frieden zu gelangen.

Live Act:

Marina Roca Die: In Stücke Zerrissen

Jennifer Louzi: "Miniaturen"

13. Juni 2014 - 19. Juni 2014

Marina Roca stellt den menschlichen Körper mit Stoffen, Farben, Fäden und Seilen dar. Ihre Arbeiten zeigen die Einheit der physischen und psychischen Bestandteile der Menschen, die sich ineinanderflechten und verirren, immer durch die Sexualität, die Biologie und die primitiven Instinkte. Die Stücke analysieren die Verbindung des Menschen zu seinem eigenen Körper und zum Körper der anderen. Mit Werken zwischen Bild und Objekt sucht Marina die visuelle Sprache mit absichtlicher Zweideutigkeit, mit inneren und äusseren Darstellungen der Körper in Bildern, die gleichzeitig strikt aber flexibel, roh aber poetisch wirken.

Jennifer Louzi malt mit Acrylfarben auf Leinwand, unter Verwendung von sehr kräftigen Tönen sowie floralen Elementen. Sie hat diese neue Serie von 41 Miniaturen in den Jahren 2013 und 2014 erstellt. Ihre Kunst beschreibt sie als ein Mittel der besonderen, abstrakten Art ihre Gefühle auszudrücken.

Live Act: Jawad Salkhordeh spielt persische Trommel und Handrommel (Tonbak und Daf). Seine Musik vereint europäische, vor allem spanische Rythmen mit klassischen Elementen und traditioneller persischer Volksmusik.