Carmen Moldenhauer Kraft ist in Gijon, Asturien in Nordspanien geboren und in einer künstlerischen Umgebung aufgewachsen. Dank der Leidenschaft ihrer Mutter zur Malerei und Kunst, entwickelte sich bei ihr bereits im frühen Alter eine Liebe für alle künstlerischen Ausdrucksweisen im Allgemeinen und für Malerei im Besonderen.
Mit 15 Jahren kam sie an eine Kunstmittelschule in León, wo sie Lithografie, Siebdruck und andere Techniken erlernte.
Sie erhielt ihre Zulassung an der Universität der Bildenden Künste in Salamanca (Universidad de Bellas Artes de Salamanca), machte erste Erfahrungen mit Ölfarbe und graduierte an der Universität des Baskenlandes in Restaurierung und Konservierung von Kunst.


Carmen Moldenhauer Kraft was born in Gijon, Asturias in northern Spain and grew up in an artistic environment. Thanks to the passion of her mother for painting and art, Carmen developed at an early age, a love for all artistic expression and painting in particular.

At the age of 15, Carmen attended an art high school in León, where she learned about lithography, screen printing and other techniques.  Carmen started her advanced art studies at the University of Fine Arts in Salamanca (Universidad de Bellas Artes de Salamanca) and graduated with a degree in restoration and conservation of art from the University of the Basque Country.

Antje                                                                     Joss

Der Künstlername Kraft hat für sie eine doppelte Bedeutung. Einerseits ist er der zweite Familienname ihres Vaters, andererseits symbolisiert er die Stärke, die eine markante Eigenschaft ihrer Familie ist. Er steht auch für den kämpferischen, abenteuerlustigen, optimistischen Charakter der Künstlerin. Er zeigt diese innere, verletzliche, weibliche Stärke, die sonst verborgen bleibt. Widersprüchliche, an ihre Grenzen verdrängte Gefühle, die freigelassen werden müssen.


The artist’s family name, Kraft, retains a special significance for Carmen.  For her, it symbolizes strength, which is a distinctive characteristic of her family. It also stands for the militant, adventurous and optimistic character of the artist. And at the same time, her name elicits an inner, vulnerable, feminine strength that would otherwise be unobservable; contradictive, repressed emotions which must be released.

Kätha                                                             Lanä

Ihre essenziell matriarchalische Familie mag einen starken Einfluss auf Krafts ausgeübt haben, denn Frauen spielen eine große Rolle in ihren Arbeiten. Sie möchte deren Wünsche, Gefühle und Absichten zum Ausdruck bringen und eine pure, feminine Sichtweise zeigen. Die Frau wurde im Laufe der Geschichte durch die männliche Sicht dargestellt. Demonstriert wurde ihre physische Schönheit, ohne in ihre Tiefe zu versinken, ohne ihr Inneres kennenzulernen und ihre Sehnsüchte und Anliegen zu zeigen.
Deshalb ist es für die Künstlerin wichtig, in ihren Bildern Frauen mit tiefen Blicken voller Emotionen, Wut, Trauer, verletztem Stolz, Begehren, Sinnlichkeit, Erotik, Gleichgültigkeit oder gar Überheblichkeit zu zeigen. Ihre Augen sind dabei die größte Inspiration für die Künstlerin. Sie sind der Punkt des menschlichen Körpers, an dem sich die Identität des Individuums konzentriert. Der Blick, das größte Wunder das der Mensch besitzt. Sie versucht, einen tiefen Einblick in die Seelen zu gewinnen um die Wirklichkeit zu erfassen, die die Blicke reflektieren.
Ihre Inspiration findet sie auch im tagtäglichen Leben unter den Menschen. In ihren Beobachtungen versucht sie das Pure zu erfassen. Ihre spezielle Aufmerksamkeit richtet sie auf die großen Geschichten von anonymen,  gewöhnlichen Menschen, die unbemerkt bleiben aber große Geheimnisse bewahren.


Women play a major role in the artist’s work. She wants to express their feelings, intentions and show a pure, feministic perspective. According to the artist, “women have been depicted from the male point of view throughout history. And, their physical beauty has been the focus at the expense of exploring a woman’s depth; learning about their inner affairs and revealing their aspirations and concerns.”  The artist therefore believes it is important to show women with deep looks of emotion; anger, sadness, hurt pride, desire, sensuality, eroticism, indifference or even arrogance. The artist’s own eyes are her greatest inspiration. According to Carmen, “they are the place on the human body in which the identity of a person is concentrated. The look, is the greatest miracle the human withholds.” Carmen attempts to obtain a deeper look in the souls of people and to grasp the reality of what looks reflect.  She finds inspiration in everyday life among people. In her observation she tries to capture purity. She pays special attention to stories of anonymous, ordinary people who go unnoticed but keep great secrets.

Patrös

Lilinkä

Txismosäs

Malen ist für die Künstlerin eine Katharsis, eine Übung zur Selbsterkenntnis. Etwas, in das sie ihre tiefsten Gefühle fließen lassen kann. Es ist das Mittel, mit dem sie sich selbst zum Ausdruck bringt. Dabei sind Papier, Stifte, Tinte, Acrylfarben und Kunstharz ihre wichtigsten Werkzeuge. Sie experimentiert auch gerne auf Holz, wobei sie die Maserung des Materials mit dem höchsten Respekt behandelt und sie als festen Bestandteil in die Werke einarbeitet.
Allein in ihrem Studio, umgeben von einer Atmosphäre aus Düften und Musik, die ihre Sinne weckt, entblößt sie Ihre Seele durch ihre Charaktere.


Painting is a catharsis, an exercise in self-knowledge for the artist. An activity in which she can let her deepest emotions express themselves. It is the means by which she can express herself. In this self-expression paper, pens, ink, acrylics and resin are her main tools. The artist also likes to experiment on wood and treats the grain of the material with the highest respect; incorporating it as an integral part of her work.
She is most productive alone in her studio, enveloped in an atmosphere of scents and music that awake her senses and enables her to bare her soul through the characters.